Ab 2027: Werden Baufinanzierungen wirklich einfacher?
Eine Einschätzung von Stephan Busch, Geschäftsführer & Inhaber | HAMBURG FINANZ® und HAMBURG FINANZ® IMMOBILIEN
Als Geschäftsführer und Inhaber von HAMBURG FINANZ® und HAMBURG FINANZ® IMMOBILIEN wollte ich wissen, was hinter den aktuellen Schlagzeilen wirklich steckt. In den vergangenen Tagen wurde vielfach berichtet, dass Baufinanzierungen ab 2027 einfacher werden könnten. Das klingt erst einmal nach einer guten Nachricht. Aber stimmt das auch?
In meiner täglichen Beratung erlebe ich, dass politische Entscheidungen oft deutlich einfacher dargestellt werden, als sie sich später in der Praxis auswirken. Genau deshalb schaue ich mir solche Änderungen immer sehr genau an.
Warum wird überhaupt etwas geändert?
Die Bundesregierung hat beschlossen, die zusätzlichen nationalen Kapitalpuffer für Wohnimmobilienkredite zum 1. Januar 2027 abzuschaffen. Die europäischen Eigenkapitalvorgaben bleiben dagegen bestehen.
Für viele klingt das zunächst sehr technisch. Tatsächlich geht es aber um eine entscheidende Frage: Wie viel eigenes Kapital muss eine Bank zurücklegen, wenn sie einen Immobilienkredit vergibt?
Muss weniger Kapital gebunden werden, entsteht grundsätzlich mehr Spielraum für neue Finanzierungen. Genau das ist das Ziel der Bundesregierung. Der Wohnungsbau soll gestärkt und Investitionen erleichtert werden.
Bedeutet das automatisch günstigere Baufinanzierungen?
Diese Frage wird mir aktuell besonders häufig gestellt.
Meine Antwort lautet: Nicht automatisch.
Die Höhe der Bauzinsen hängt weiterhin in erster Linie von der Geldpolitik, den Kapitalmärkten und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Die neue Regelung kann Banken zwar mehr Flexibilität verschaffen, sie ersetzt aber keine solide Finanzierungsprüfung.
Aus meiner Erfahrung entscheiden auch künftig vor allem diese Punkte über eine erfolgreiche Finanzierung:
· ein ausreichendes Einkommen
· möglichst vorhandenes Eigenkapital
· eine gute Bonität
· eine realistische und nachhaltig finanzierbare Planung
Wer diese Voraussetzungen erfüllt, könnte künftig von einem größeren Finanzierungsspielraum einzelner Banken profitieren. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.
Warum lohnt es sich trotzdem, die Entwicklung im Blick zu behalten?
Ich begleite seit vielen Jahren Menschen beim Kauf ihrer Immobilie. Dabei zeigt sich immer wieder: Gute Entscheidungen entstehen selten durch einzelne politische Maßnahmen, sondern durch die richtige Vorbereitung.
Gerade weil wir bei HAMBURG FINANZ® Immobilien, Finanzierung und Versicherung gemeinsam betrachten, sehen wir häufig Zusammenhänge, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen. Eine Finanzierung sollte nicht nur heute funktionieren, sondern auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch zu Ihrem Leben passen.
Deshalb empfehle ich meinen Kundinnen und Kunden nicht, bis 2027 abzuwarten. Wer heute kaufen möchte und die passende Immobilie findet, sollte seine Möglichkeiten bereits jetzt prüfen lassen. Oft ergeben sich Lösungen, die viele zunächst gar nicht erwarten.
„Gesetzesänderungen können neue Chancen schaffen. Entscheidend bleibt aber immer, dass die Finanzierung zu Ihnen passt – nicht nur auf demPapier, sondern im echten Leben.“
Mein Fazit
Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung grundsätzlich. Mehr Spielraum für Banken kann dazu beitragen, dass Finanzierungen künftig in einzelnen Fällen leichter möglich werden und Investitionen in Wohnraum unterstützt werden.
Ob daraus tatsächlich günstigere Baufinanzierungen oder steigende Immobilienpreise entstehen, wird sich allerdings erst zeigen. Seriöse Aussagen lassen sich heute noch nicht treffen.
Wenn Sie über den Kauf einer Immobilie nachdenken oder wissen möchten, welche Auswirkungen die Änderungen auf Ihre persönliche Situation haben könnten, sprechen Sie uns an.
Gemeinsam finden wir die Finanzierung, die zu Ihren Zielen passt und betrachten dabei selbstverständlich auch die Immobilie selbst sowie die passende Absicherung. Denn genau diese drei Bereiche gehören für uns zusammen.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell von Stephan Busch geprüft und freigegeben.

























